Demo:Strassenbahn Grafenberg-Stadt

Aus Wikocracy
Wechseln zu: Navigation, Suche
Achtung.png Achtung: Dieser Artikel ist nur ein repräsentatives Beispiel. Er ist öffentlich zugänglich. Die aktuelle Version befindet sich unter Straßenbahn Grafenberg-Stadt.
Städtisch-Grafenberger Straßenbahn
Republik Grafenberg
edf27173307b240fe7abd93f844d21ee.png
Allgemeine Informationen:
Unternehmenssitz Grafenberg-Stadt
Gründungsjahr 1930
Mitarbeiter 2.064
Verkehrsverbund Verkehrsverbund Grafenberg-Stadt
Betrieb
Spurweite 1000 mm (Meterspur)
Linien 9 + 2 Sonderlinien
Netzlänge 147,0 km (plus 8,3/7,4 km Sonderlinien)
Haltestellen unbekannt
Fahrzeuge 199x Be 5/6 "Cobra"

106x Be 4/6 "Tram 2000"

Fahrgäste 122,78 Mio. (2022)

Die Straßenbahn in Grafenberg-Stadt ist das bedeutendste Verkehrsmittel der Hauptstadt der Republik Grafenberg. Auf ihrem 147 Kilometer langen Liniennetz, das von neun Linien bedient wird, befördert sie bis zu 400.000 Fahrgäste an einem Werktag. Die Fahrzeugflotte und die Strecken wurden erst vor kurzer Zeit renoviert, deshalb gehört das Straßenbahnnetz zu den modernsten der Welt. Zudem zeichnet sie sich durch sehr dichte Takte - auch nachts - aus und führt zu einer sehr hohen Zufriedenheit der Fahrgäste. Wie die Buslinien auf dem Stadtgebiet gehört sie dem Verkehrsverbund Grafenberg-Stadt an.

Linien

Nach einer Netzreform im Jahr 2021 und der Eröffnung der Linie 11 Mitte 2024 fahren folgende neun Linien auf dem Netz. Die Liniennummern folgen keinem einheitlichen Schema, jedoch werden die Linienverläufe so gewählt, dass beide Äste ähnliche Passagierzahlen haben. Die Linien mit dem höchsten Aufkommen sind die Linien 3, 6 und 7, während die Linie 4 nur auf dem gemeinsamen Abschnitt mit der Linie 3 zum St.-Adelheim-Platz hohe Fahrgastzahlen aufweist (siehe Takt). Die Linien 9 und 10 sind Sonderlinien für Veranstaltungen in der Eishockey- oder Fußball-Arena. Die Linie 9 fährt dabei stets vom Paradeplatz zum Veranstaltungsort, während die Linie 10 nur bei Eishockey-Events besteht.

Linie Verlauf Länge
1 Werdenfelsstraße - Schillerstraße - Hauptbahnhof - Paradeplatz - Hoffmannplatz - Technische Universität - Stettbacher Straße - Lichtsteinerstraße - Stettbach 21,2 km
2 Schwarzenbergplatz - Gollierplatz - Kirchberger Hauptstraße - Ostring - Paradeplatz - Hoffmannplatz - Elisabethstraße - Bruderholz 19,1 km
3 St.-Adelheim-Platz - Rathaus - Hauptbahnhof - Nationalratsgebäude - Am Tafelberg 12,3 km
4 Altstetten - Hellerplatz - Börse - Paradeplatz - Rathaus - St.-Adelheim-Platz 16,1 km
5 Botanischer Garten - Nationalratsgebäude - Hoffmannplatz - Technische Universität - Stadion - Grünewald 14,7 km
6 Nordfriedhof - Kirchberger Hauptstraße - Ostring - Paradeplatz - Hoffmannplatz - Elisabethstraße - Friedrichstraße 15,8 km
7 Thurnerpark - Eishockey-Arena - Paradeplatz - Hoffmannplatz - Technische Universität - Zoo 13,9 km
8 Mittenwaldstraße - Goethestraße - Platz der Freiheit - Hauptbahnhof - Paradeplatz - Börse - Technische Universität - Stettbacher Straße - Reisingerstraße 21,1 km
11 Fachhochschule - Ostufer - Oper - Schallertor - Börse - Hoffmannplatz - Nationalratsgebäude - Studentenstadt 12,6 km
9 Eishockey-Arena - Paradeplatz (zu Eishockey-Spielen)
Paradeplatz - Hoffmannplatz - Technische Universität - Stadion (zu Fußballspielen)
2,9 km
7,1 km
10 Eishockey-Arena - Hauptbahnhof - Nationalratsgebäude - Hoffmannplatz (zu Eishockey-Spielen) 5,4 km

Takt

Linie HVZ NVZ SVZ Nacht Sa. So.
1L 4 5 7,5 15 5 7,5
1S 8 10 15 -- 10 15
2 4 5 7,5 15 5 7,5
3 3,3 4 6,6 15 5 6,6
4H 5 6,6 7,5 15 6,6 7,5
4A 10 7/13 15 -- 7/13 15
5 4 5 7,5 15 5 6,6
6 3,3 4 6,6 15 5 6,6
7 2,5 3 5 15 3,3 5
8 4 5 7,5 15 5 7,5
11 2,5 5 7,5 15 5 7,5
1L/1S = Takt bis Lichtsteinerstr./Stettbach

4H/4A = Takt bis Hellerplatz/Altstetten
11 = Abweichung von üblichen HVZ-Zeiten

Durch die dichten Takte schafft es die Grafenberger Straßenbahn, viele Fahrgäste zum Umsteigen vom Auto zu bewegen. Der Fahrzeugbedarf ist dementsprechend hoch - 224 Kurse werden in der Hauptverkehrszeit benötigt. Alle Strecken fahren am Tag mindestens im Fünfminuten-Takt, Ausnahmen bilden die Linie 1 ab Lichtsteinerstraße sowie die gesamte Linie 4. Die dichteste reguläre Zugfolge sind 2,5 Minuten bei der Linie 7 in der HVZ. Auf der dichtbefahrenen Strecke Hoffmannplatz - Paradeplatz kommt es daher manchmal zu Engpässen (bei 87 Zügen pro Stunde!), sodass einige Züge bereits vorzeitig wenden müssen. Auch am Wochenende verkehren die Züge in dichten Takten. Bis auf die Streckenabschnitte Lichtsteinerstraße - Stettbach und Hellerplatz - Altstetten verkehrt die Straßenbahn rund um die Uhr.

Da das Verkehrsaufkommen der Linie 11 stark von den Vorlesungszeiten der Fachhochschule abhängt, gilt der 2,5-Minuten-Takt an Tagen mit Vorlesungen zwischen 7-10 und 14-18 Uhr. In den übrigen Zeiten sowie an FH-vorlesungsfreien Tagen gilt der normale 4-Minuten-Takt in der Hauptverkehrszeit.

  • HVZ = Hauptverkehrszeit (7-9, 13-15, 17-19 Uhr)
  • NVZ = Nebenverkehrszeit (6-7, 9-13, 15-17, 19-21 Uhr)
  • SVZ = Schwachverkehrszeit (5-6, 21-0 Uhr)
  • Nacht = Nachtverkehr (0-5 Uhr)
  • Sa. = Samstagstakt (8-21 Uhr), ansonsten SVZ
  • So. = Sonntagstakt (9-20 Uhr), ansonsten SVZ

Geschichte

Bau der Altstettener und Stettbacher Bahn (1930-1937)

ffe574d149a2a4d71087c44dd0e93ea1.jpg
Zug Typ F im Tram-Museum

Nachdem die Stadt in den Zwanzigern einen Bevölkerungsanstieg verbuchte, wurde ein effizientes Verkehrsmittel notwendig. Die Planungen aus dem Jahr 1929 sahen zwei Linien ab Hoffmannplatz in die damals selbstständigen Gemeinden Altstetten und Stettbach vor, da dort eine große Zahl an Wohngebieten geplant war. Die Versorgung der Innenstadt war noch als nicht notwendig angesehen. Mit Gründung der Städtisch-Grafenberger Eisenbahn am 24. August 1930 begann der Bau der resten Strecke nach Stettbach. Bereits am 4. Februar 1931 konnte der erste Abschnitt zur Stettbacher Straße eröffnet werden. Am 17. Juli wurde die Lichtsteinerstraße erreicht und am 28. Oktober 1931 fuhr der erste Zug in den Stettbacher Ortskern.

Bei der Altstettener Bahn gestaltete sich die Finanzierung durch die Gemeinde Altstetten schwierig, sodass sich der Bau verzögerte. Am 11. April 1933 begann der Bau von Grafenberger Seite aus und war am 2. Februar 1934 bis zum Hellerplatz, damals Stadtgrenze, abgeschlossen. Von Altstettener Seite konnte erst im September 1935 der Bau aufgenommen werden, weitere Verzögerungen sorgten für die Fertigstellung, die ursprünglich für 1934 geplant war, erst am 18. Oktober 1937.

Für den Betrieb auf den beiden Linien, die die Nummern 1 (Stettbach) und 2 (Altstetten) erhielten, wurden 1930 und 1934 insgesamt 36 Trieb- und Beiwagen des Typs F/f beschafft, die alle zehn Minuten in die beiden Gemeinden verkehrten. Nahe der Börse wurde der erste Betriebshof erreichtet.

Innenstadtstrecken und der Atomkrieg (1937-1953)

Durch steigende Einwohnerzahlen und die Verlagerung des wirtschaftlichen Zentrums in den Norden wurde ab 1943 der Bau einer Strecke vom Hoffmannplatz über Paradeplatz und Schallertor zum St.-Adelheim-Platz untersucht, zudem der Ausbau ab Paradeplatz über den Zentralbahnhof (heute Hauptbahnhof) zum Goetheplatz (heute Platz der Freiheit) ab 1948 angekündigt. Außerdem wurde die Wirtschaftlichkeit einer Bahn zum Tafelberg untersucht, das Ergebnis war jedoch negativ. Für den gestiegenen Wagenbedarf wurden 1942 weitere 25 Züge des Typs F/f beschafft.

Am 5. Juni 1943 fand der Spatenstich der Strecke zum Schallertor statt, der erste Abschnitt zum Paradeplatz wurde am 27. März des darauffolgenden Jahres eröffnet. Zum Schallertor selber dauerte es weitere fünf Monate - der erste Zug rollte am 1. September dorthin. Ein Streit über den Verlauf der Bahn zum St.-Adelheim-Platz verzögerte den Bau dieser um fast ein Jahr, Baubeginn war erst am 30. April 1945, Eröffnung war am 10. Februar 1946. Seit 1948 wurde die Strecke zum Goetheplatz gebaut, Eröffnung war am 6. September 1949. Gleichzeitig wurde ein neuer Zugtyp entwickelt - ein Lenkdreiachser, der das Stadtbild für Jahrzehnte prägen sollte. Erste Prototypen wurden ab 1950 ausgeliefert.

Liniennetz 1949:

  • Linie 1: St.-Adelheim-Platz - Paradeplatz - Hoffmannplatz - Stettbacher Straße - Stettbach
  • Linie 2: Goetheplatz - Zentralbahnhof - Paradeplatz - Hoffmannplatz - Börse - Hellerplatz - Altstetten

Eine erneute Untersuchung der Tafelbergbahn im Jahr 1952 sührte zu einem positiven Ergebnis, sodass der Bau am 13. März 1953 begann. Der Atomkrieg gegen Barnia führte jedoch zu einem Baustopp drei Monate später. Die meisten Arbeiter wurden an die Front abgezogen, sodass der Betrieb zusammenbrach. Teilweise fuhren die Züge nur noch alle 30 Minuten, nach der Kapitulation Barnias und Einmarsch durch Mega Region am 19. September wurde der Betrieb entgültig eingestellt.

Große Ausbau-Phase (1953-1985)

Durch die Tatsache, dass Grafenberg-Stadt unbeschädigt blieb, wurde bereits am 21. September der Verkehr wieder uneingeschränkt aufgenommen und der Bau der Tafelbergbahn weitergeführt. Diese wurde am 22. Mai 1954 zusammen mit den ersten 42 Serien-Dreiachsern des Typs Be 2/3 "M-Typ" mit passenden dreiachsigen Beiwagen eingeweiht. Der Ausbau schritt schnell voran - der Ast zur Friedrichstraße kam im Juni 1956, die Querverbindung Hauptbahnhof - Schallertor wenige Monate später.

Lininnetz 1957:

  • Linie 1: St.-Adelheim-Platz - Paradeplatz - Hoffmannplatz - Stettbacher Straße - Stettbach
  • Linie 2: Goetheplatz - Zentralbahnhof - Paradeplatz - Hoffmannplatz - Börse - Hellerplatz - Altstetten
  • Linie 3: Am Tafelberg - Hauptbahnhof - Rathaus - Schallertor
  • Linie 4: Paradeplatz - Hoffmannplatz - Friedrichstraße

Mit der Strecke vom Hoffmannplatz zum Botanischen Garten, die am 6. Oktober 1958 eröffnet werden konnte, wurde das Liniennetz neu sortiert. Die Linie 2 verkehrte nicht mehr zur mittlerweile in Platz der Freiheit genannten Endhaltestelle, sondern zum Botanischen Garten, während die Linie 4 den Ast zum Platz der Freiheit übernahm. 26 weitere Be 2/3 gingen zudem in Betrieb, sodass die Flotte aus 71 Be 2/3 (drei Prototypen, 42 1. Serie, 26 2. Serie) und 58 F-Triebwagen (36 1. Serie, 25 2. Serie, drei unfallbedingt ausgemustert) bestand. Die Flottengröße war ausreichend für das vorhandene Netz und mehreren Erweiterungen in der Zukunft.

In den Sechzigern ging der Bau neuer Strecken, vor allem im Norden, weiter. Am 19. Januar 1962 ging die Linie zur Werdenfelsstraße in Betrieb, der Ast zum Nordfriedhof folgte am 31. September. Der kurze Ast Paradeplatz - Rathaus, der bereits seit 1957 in Untersuchung war, wurde am 7. August 1963 eröffnet.

Liniennetz 1963

  • Linie 1: Werdenfelsstraße - Hauptbahnhof - Paradeplatz - Hoffmannplatz - Stettbacher Straße - Stettbach
  • Linie 2: Botanischer Garten - Hoffmannplatz - Börse - Hellerplatz - Altstetten
  • Linie 3: Am Tafelberg - Hauptbahnhof - Rathaus - Schallertor - Nordfriedhof
  • Linie 4: Platz der Freiheit - Hauptbahnhof - Paradeplatz - Hoffmannplatz - Friedrichstraße
  • Linie 5: St.-Adelheim-Platz - Schallertor - Paradeplatz - Hoffmannplatz
8b8677d2616393e49be050a9182f0162.jpg
Be 4/4 "Bully" mit Beiwagen

1967, wo die F/f-Züge das Ende ihrer Lebenszeit erreicht haben, bestellte die Städtisch-Grafenberger Straßenbahn 120 Be 4/4 "Bully" und 115 Beiwagen gleicher Bauart, eröffnete einen neuen Betriebshof in der Nähe des Botanischen Gartens und präsentierte ein großes Ausbau-Konzept. Diese sahen Strecken nach Grünewald, Bruderholz und zum Schwarzenbergplatz vor - diese Ziele wurden bis 1985 alle erfüllt.

Die erste Strecke war die zum Schwarzenbergplatz, der Bau ging vom 9. Juli 1970 bis zum 15. März 1972. Nach finanziellen Engpässen dauerte es sechs Jahre, bis die Strecken nach Grünewald und Bruderholz wieder in die Diskussion kamen. Im Sommer 1978 begann der Bau der Grünewald-Strecke - die Eröffnung fand am 15. Dezember 1981 statt. Seit 1979 wurde auch an der Bruderholz-Strecke gebaut - nach Anwohnerklagen und einer Verlegung des Verlaufes auf einigen Abschnitten dauerte der Bau dieser Strecke ganze sechs Jahre. Die vorerst letzte Neubaustrecke wurde am 18. September 1985 eröffnet.

Liniennetz 1985

  • Linie 1: Werdenfelsstraße - Hauptbahnhof - Paradeplatz - Hoffmannplatz - Stettbacher Straße - Stettbach
  • Linie 2: Botanischer Garten - Hoffmannplatz - Börse - Hellerplatz - Altstetten
  • Linie 3: Am Tafelberg - Hauptbahnhof - Rathaus - Schallertor - Nordfriedhof
  • Linie 4: Platz der Freiheit - Hauptbahnhof - Paradeplatz - Hoffmannplatz - Friedrichstraße
  • Linie 5: St.-Adelheim-Platz - Schallertor - Paradeplatz - Hoffmannplatz - Grünewald
  • Linie 6: Schwarzenbergplatz - Paradeplatz - Hoffmannplatz - Bruderholz

Konsolidierungsphase (1985-2002)

23749f7fe6e38280d1ebdbfb3a27f257.jpg
Be 4/6 "Tram 2000" in Doppeltraktion

Danach gab es für lange Zeit keine weiteren Projekte mehr. Jedoch waren die ersten Dreiachser-Züge am Ende ihrer Lebenszeit angelangt, sodass Ersatz notwendig wurde. 1991 ersetzten 92 Triebwagen des Typs Be 4/6 Tram 2000 die 40 Jahre alten Be 2/3-Züge der ersten Bauserie. Es wurden keine Beiwagen bestellt, weil die Triebwagen in Doppeltraktion fahren. Fünf Jahre später wurden die restlichen 26 Dreiachser durch 53 Be 4/6 ersetzt, als Ersatz für die ebenfalls in die Jahre gekommenen Bully-Züge und zur Erweiterung der Flotte kamen 2000 bis 2002 308 Triebwagen hinzu. Die Flotte bestand im Jahr 2002 damit aus 433 Be 4/6 "Tram 2000". Die zusätzlichen Züge wurden für neue Projekte gebraucht.

Neue Projekte (2002-2020)

Im Jahr 2003 kamen erste Pläne für eine neue Strecke in den Süden Stettbachs. Diese wäre an der Kreuzung Stettbacher Straße von der bestehenedn Strecke in den Stettbacher Ortskern geradeaus weiterverlaufen und bis zur Reisingerstraße geführt worden. Dort würde ein großes Neubaugebiet erschlossen werden. Am 6. April 2004 begann der Bau der 5,6 Kilometer langen Strecke, die am 9. Juni 2006 eröffnet werden konnte.

Doch auch an anderen Orten wurde gebaut. In unmittelbarer Nähe des Zoos entstanden neue Wohnbauten, die erschlossen werden mussten, außerdem der Thurnerpark im Norden der Stadt, direkt am Ufer. Beide Strecken wurden seit 2006 untersucht und ein sehr hohes Fahrgastpotenzial bescheinigt, sodass der Baubeginn für beide Strecken am 5. Februar 2007 war. Die Strecke zum Zoo war am 11. Oktober, die zum Thurnerpark am 14. Dezember 2009 fertiggestellt.

Der Hoffmannplatz stieß dabei an seine Grenzen - sieben Linien befuhren diesen in dichten Takten - sodass die Linie 2 über eine Neubaustrecke seit dem 13. Dezember 2010 aus Altstellen ab der Börse direkt zum Paradeplatz geführt wurde. Die Linien 2 und 5 tauschten ihre Äste. 2014 kam als bisher letzte Strecke die Verlängerung der Linie 4 vom Platz der Freiheit zur Mittenwaldstraße hinzu.

Liniennetz 2020

  • Linie 1: Werdenfelsstraße - Hauptbahnhof - Paradeplatz - Hoffmannplatz - Stettbacher Straße - Stettbach
  • Linie 2: St.-Adelheim-Platz - Schallertor - Paradeplatz - Börse - Hellerplatz - Altstetten
  • Linie 3: Am Tafelberg - Hauptbahnhof - Rathaus - Schallertor - Nordfriedhof
  • Linie 4: Mittenwaldstraße - Platz der Freiheit - Hauptbahnhof - Paradeplatz - Hoffmannplatz - Friedrichstraße
  • Linie 5: Botanischer Garten - Hoffmannplatz - Grünewald
  • Linie 6: Schwarzenbergplatz - Paradeplatz - Hoffmannplatz - Stettbacher Straße - Reisingerstraße
  • Linie 7: Thurnerpark - Paradeplatz - Hoffmannplatz - Zoo
  • Linie 8: Hoffmannplatz - Bruderholz

Gegenwart (seit 2020)

a7345b66f95f2c903dc217a971f56512.jpg
Be 5/6 Cobra

In der Gegenwart wurde die Technik und die Gleise erneuert - verbesserte Fahrgastinformation durch Monitore im Zug und an der Haltestelle sowie verbesserte ortung und Weichensteuerung vereinfachen den Betrieb. Zudem wurde das Liniennetz zum Fahrplanwechsel im Dezember 2021 überarbeitet (siehe "Linien"). Weil auch die ältesten Tram 2000-Züge ein beträchtliches Alter erreicht haben, bestellte die Städtisch-Grafenberger Straßenbahn Anfang 2023 169, später weitere 30 Züge des Typs Be 5/6 Cobra, zu 100% niederflurige Züge. Diese sind seit Sommer dieses Jahres im Einsatz und ersetzten einen Großteil der alten Be 4/6.

Als große Neubaustrecke wurde ab 2022 eine neue Straßenbahnlinie geplant, die die Fachhochschule mit der Studentenstadt verbinden und außerdem die bisherigen Betriebsstrecken am Schallertor und an der Börse mitbenutzen sollte. Der Bau des "Ringschlusses", einer Osttangente um die Innenstadt, der den bereits bestehenden Ring vervollständigt, wurde bereits davor, unabhängig von der Planung der Linie 11, bewilligt, sodass man sich auf die Strecken zur FH und zu den Studentenwohnheimen konzentrieren konnte. Ende 2022 konnten die Planungen abgeschlosesn werden, im Juni 2023 begann der Bau, am 24. Juli 2024 wurde sie feierlich eröffnet. Zudem wurde die Strecke der Linien 3 und 4 zum St.-Adelheim-Platz zu einer zentralen Umsteigehaltestelle an der Oper verschwenkt, sodass ein einmonatiger Schienenersatzverkehr vonnöten war.

Fahrzeugflotte

Be 2/3 "M-Typ" (1950-1998)

Die stetige Erweiterung des Netzes führte dazu, dass neue Züge notwendig wurden. Man entschied sich für die Konzeption eines dreiachsigen Großraumzuges, von dem 1950 drei Prototypen geliefert wurden. Diese erfüllten die Anforderungen und so bestellte der Betrieb 1952 42 weitere Be 2/3 mit passenden Beiwagen, welche nach einigen Verzögerungen wegen des Atomkrieges 1953 geliefert wurden. Diese erhielten diverse technische Verbesserungen. Nach weiteren Netzerweiterungen wurden 1958 weitere 26 Züge bestellt, die nach erneuten technischen Verbesserungen als die modernsten dreiachsigen Züge der Welt gelten. Die drei Prototypen wurden 1979 abgestellt, während die erste Serie bis 1991, die zweite Serie bis 1995 planmäßig verkehrte. Nach einem letzten Kurzeinsatz 1998 nach diversen technischen Problemen bei den Tram 2000 wurden die letzten Züge ausgemustert.

Be 4/4 "Bully" (1967-2001)

Dieser Zugtyp ersetzte ab 1967 die alten F-Wagen aus dem Jahr 1930 und 1934. 120 Trieb- und 115 Beiwagen wurden beschafft - auch, um die großen Netzerweiterungen abzufedern. Die Be 4/4 und die Beiwagen sind je 16,7 Meter lang und bieten Platz für 40 (Triebwagen)/42 (Beiwagen) Sitzplätze und 111/120 Stehplätze. Angetrieben mit 4x81 kW starken Motoren erreichten die Züge eine Geschwindigkeit von 80 km/h.

Be 4/6 "Tram 2000" (seit 1991)

e9eb437ecd7214efd3518330b3924d80.jpg
Innenraum der Tram 2000 (1. Serie)

Als Ersatz für die in die Jahre gekommenen Be 2/3 und Be 4/4 beschaffte die Städtisch-Grafenberger Straßenbahn in fünf Serien die Be 4/6 Cobra. Besonderheit ist, dass die Züge in Doppeltraktion ohne Beiwagen verkehren. Die erste Bauserie 1991 (92 Triebwagen) ersetzte die ersten dreiachsigen Serienfahrzeuge, Serie zwei (53 Triebwagen) im Jahr 1995 die letzten dreiachsigen Züge, die dritte (2000, 101 Triebwagen) und vierte (2001, 101 Triebwagen) Serie die Be 4/4 "Bully". Die fünfte Serie (2003, 106 Triebwagen) vergrößerte den Fahrzeugpark für die Erweiterungen die Jahre darauf. In der aktuellen Flotte sind nur noch Züge der fünften Serie - Züge der ersten und zweiten Serie wurden weiterverkauft, die dritte und vierte Serie wurde vorerst abgestellt. Ein Triebwagen fasst bei einer Länge von 21,4 Metern 50 Sitz- und 107 Stehplätze. Zwei Motoren mit je 157 kW Motorenleistung treiben einen Triebwagen an.

Be 5/6 "Cobra" (seit 2023)

aa5dce7fc8369d3c8622ec7a1eebd0b4.jpg
Innenraum der Cobra

Die Be 5/6 Cobra (199 Stück) sind die neusten Züge im Fuhrpark der Straßenbahn und seit Sommer 2023 unterwegs. Sie sind genau 36 Meter lang und 2,40 Mter breit. Mit einer Stundenleistung von 5x125 kW und einem Gewicht von 39,2 Tonnen erreichen die Züge eine Höchstgeschwindigkeit von 70 Kilometer pro Stunde und bewältigen eine Steigung von bis zu 77 Promille. Ein Zug hat 96 Sitz- sowie 142 Stehplätze. Die Züge wurden von Tubetram in Bourien gefertigt und sind sehr beliebt bei der Bevölkerung. Für die Grafenberger Klima-Verhältnisse angepasste Komponenten unterscheiden diese Züge von den anderen Tubetram-Produkten.

Betriebshöfe

Betriebshof Börsenstraße (seit 1930): Für den ersten Betrieb kaufte die Stadt ein 26.200 m² Grundstück an der Börsenstraße, um einen ersten Betriebshof zu errichten. Er bot deutlich mehr Platz als damals benötigt wurde - je 80 Trieb- und Beiwagen fanden (und finden heute noch) Platz, bei zunächst 36 (später 58) F/f-Zügen. Das Gelände hatte Platz für eine Waschhalle sowie eine große Werkstatt. Planungen aus den 1980ern, den Betriebshof stillzulegen und einen neuen weiter außerhalb der Stadt zu bauen, wurden fallengelassen. Heute trägt er die Nummer 1.

Betriebshof Friedrichstraße (seit 1956): Um den neuen Be 2/3 genug Platz zu bieten, wurde ein weiteres etwa 27.000 m² großes Grundstück unmittelbar an der Endhaltestelle Friedrichstraße erworben, auf dem eine große Wartungshalle gebaut wurde sowie Platz für 75 Zweiwagenzüge geschaffen wurde.

Betriebshof Stadion (seit 1988):

Für den Ausbau der Kapazitäten und um bei Veranstaltungen am Fußballstadion schnell Züge bereitstellen zu können, wurden ab 1985 bereits erste Abstellgleise am Stadion errichtet, aus dem drei Jahre später ein richtiger Betriebshof wurde. Mit einer Fläche von 32.900 m² ist es der größte Betriebshof - neben einer Wagenhalle für 100 Züge (Cobras oder Tram-2000-Doppel) wurde hier die Hauptwerkstatt errichtet, zudem gibt es eine große Waschhalle.